Diners Club mit neuem Logo

Der Diners Club International nimmt für sich in Anspruch, die Kreditkarte erfunden zu haben. Seit 1949 ermöglichte das Unternehmen den Menschen nicht mehr mit Bargeld, sondern mit »seinem guten Namen« zu bezahlen. Dieser Tage nun, nach nunmehr 60 Jahren, hat der Diners Club sein Logo überarbeitet und vorsichtig modernisiert, so zumindest auf der Website des Unternehmens zu sehen.
Ganz sicher bin ich in der Bedeutung des Logos selbst auch nach reiflicher Recherche noch immer nicht, doch nahezu jeder kennt das Symbol von Restaurationsbetrieben oder Hotels. Und allein deshalb wäre eine tiefgreifendere Änderung, als die vorliegende, sicherlich sträflich gewesen.

So war Diners Club Jahrzehnte lang zumindest optisch ein Begriff.
Die Wortmarke hat eine neue Type verpasst bekommen und wird nun nicht mehr kursiv gesetzt, was dem Gesamterscheinungsbild absolut zuträglich ist. Sah das alte Logo durch die Kursivierung in den vergangenen Jahren vielleicht noch dynamisch aus, hat es im heutigen Kontext eher eine flüchtige Bedeutung. Auch wurde nun eine etwas weniger serifenlastige Schrift gewählt, die den spielerischen Eindruck des Vorgängers nun nicht mehr in sich trägt.
Neben der Type selbst wurde auch das harmonische Zusammenspiel zwischen erster Zeile »Diners Club« und der zweiten Zeile »International« optimiert. Nichts Fliehendes ist nun an dem kompakt wirkenden Textblock mehr auszumachen, bei dem sich scheinbar selbst der Konzern nicht sicher war, ob er linksbündig oder zentriert gesetzt werden sollte. Jedenfalls waren alle denkbaren Versionen in den vergangenen Jahren im Umlauf.
Hier jedoch verbirgt sich meiner Ansicht nach doch auch die einzige ernstzunehmende Kritik, denn beide Schriftzüge wirken nach wie vor nicht gleichwertig positioniert. Das I der zweiten Zeile sitzt optisch etwas weiter links, als das D der ersten Zeile und auch das obligatorische ® am rechten Rand wirkt störend. Außerdem ist es kaum erklärlich, warum man sich bei der Schriftgröße nicht etwas näher an der Höhe des Logos (oder umgekehrt) orientiert hat, wäre doch die Lesbarkeit entsprechend erhöht worden.
Alles in allem ein gelungenes Redesign, das sich im Grunde in die Logo-Evolutions-Reihe der Meissen Porzellan Manufaktur und Eni (Agip) einreihen kann. Das Logo behält durchweg seinen Charakter und gewinnt an Stabilität. Ein zur Zeiten der Finanzkrise nicht zu unterschätzendes Argument.
Herzlichen Dank, Peter, für den Tipp!
Links
Diners Club International (DE)
Als Frank McNamara seine Brieftasche vergass – gelungene Zusammenfassung der Geschichte der Kreditkarte von Marc Pitzke aus NZZ Folio 07/99
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Schlagworte: Bildmarke, Diners Club, Finanzkrise, Firmenzeichen, Logo, Logo-Redesign, Signet, Wortmarke


























Eine gelungene Analyse. Leider kann auch zur Bedeutung der Bildmarke nicht beitragen, würde mir aber doch eine Erklärung wünschen.
D+C = CD – spationierung wird dann zu einem kreis mit einem strich in der Mitte, Assoziationen zu “on / off” oder münzeinwurf sind zulässig, aber am Thema vorbei. Es sind wohl doch wie bei Dolce & Gabbana nur die Initialen, mehr Bedeutung ist heutzutage selten
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Auch ich kann leider keine Erklärung liefern, auch wenn ich zunächst mit einem Kopfschütteln den Beitrag gelesen habe und mir die Frage gestellt habe, ob denn der Autor so wenig Fantasie hat?
Zu erkennen ist für mich eine Münze oder die krude Zusammensetzung der Buchstaben D, C und I. Vielleicht auch ein On/Off-Schalter, der aber sicher nicht in die zeit passt.
Und so muss ich mein Kopfschütteln wohl revidieren und zugeben, dass all diese Spekulationen wenig hilfreich sind, wenn es um eine ernstzunehmende Berichterstattung gehen soll. und so lasse ich das und fasse nur in meinen Augen ein knappes Fazit:
Ein gelungenes Redesign kann ich zumindest ebenfalls erkennen! :-)
Update: »Diners Club mit neuem Logo« http://cli.gs/3jvRq
Moin Moin,
Ich sehe in dem Logo immer CD . Oder DD .