Lagerfeld fotografiert Rosenthal
Die Marke Rosenthal steht für Luxus, Lifestyle und eine Ästhetik. Tradition gepaart mit Avantgarde, das ist der Grundsatz des Unternehmens. Der Schönheit verpflichtet hat sich auch Stardesigner Karl Lagerfeld. Nicht nur seine Entwürfe für bekannte Modehäuser, auch seine Arbeiten als Fotograf sind weltbekannt.
Mit der Wahl eines männlichen Models wollte ich mit dem einem Tafelservice aus Porzellan und Kristall anhaftenden Klischee der ‘Verbürgerlichung’ spielen. – Karl Lagerfeld
Für die neue Rosenthal-Kampagne setzte er das Thema Porzellan in einer außergewöhnlichen Weise um. “Zwölf Bilder sollte ich machen, geworden sind es etwa sechzig, denn es hat mir großen Spaß gemacht”, sagt Karl Lagerfeld zu seiner Arbeit für Rosenthal. “Einerseits liebe ich diese Marke, die wahrhaft Teil des deutschen Erbes ist, andererseits interessiert mich die Arbeit als Verbindung aus Schönheit und Funktionalität.”
Mit der exclusiven Selection “EGO” zeichnet Lagerfeld sein ganz persönliches Bild von Rosenthal – und das im Sinne des Wortes: von der Produktauswahl über die Fotografie bis hin zu künstlerischen Gestaltung der Kampagne.
ANZEIGEMit dem derzeit wohl bekanntesten männlichen Supermodel Brad Kroenig zeigt der Designer Rosenthal-Porzellan aus einer neuen, ungewöhnlichen Sicht. “Mit der Wahl eines männlichen Models wollte ich mit dem einem Tafelservice aus Porzellan und Kristall anhaftenden Klischee der ‘Verbürgerlichung’ spielen. Scheint doch der Mann das Gegenteil der Zerbrechlichkeit, Verletzlichkeit dieser kostbaren Materialien zu verkörpern, doch vielleicht ist das ja nur eine herrliche Illusion.”
Alle Motive nutzen konsequent die Ästhetik klassischer Schwarz-Weiß-Fotografie. Lagerfeld entwickelt eine eigene Bildsprache: Er spielt mit Klischees, illustriert Wortspiele, konfrontiert Transparenz und Zerbrechlichkeit mit der Ausdruckstärke des männlichen Models. Sein Stil ist es, sich auf keinen Stil festzulegen.
Karl Lagerfeld ist einer der meistgefeierten Modedesigner des 20. Jahrhunderts. 1967 begann Lagerfeld bei Fendi als Designberater. In den 70er Jahren erhielt er bei Chloé eine Carte blanche für die Herstellung von wundervoll fließenden und femininen ready-to-wear Kollektionen, die sich mit der damaligen Couture messen sollten.
1983 wechselte er als “director of collections and ready-to-wear” zu Chanel. Im gleichen Jahr stellte Lagerfeld seine eigene Marke erfolgreich vor. 1997 krönte Vogue ihn zum “unerreichten Interpretator der Stimmung des Moments”.
Text auszugsweise © Rosenthal AG
Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Verwendete Schlagworte: Ästhetik, EGO, Karl Lagerfeld, Kristall, Lifestyle, Luxus, Porzellan, Rosenthal, Werbekampagne, Werbung



























Wie heute berichtet wurde, so beispielsweise in der Süddeutschen zu lesen, ist Rosenthal insolvent und die Suche nach einem neuen Investor für die Traditionsmarke hat begonnen.
Ich hoffe, dass sich jemand finden lässt – wäre doch sehr schade um diese Plattform der Kreativität, die lange Zeit auch anspruchsvolle Designer wie Walter Gropius, Roy Lichtenstein, Andy Warhol oder eben auch Karl Lagerfeld für Entwürfe und Umsetzungen gewinnen konnte.
Toi, toi, toi …