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Peter Schmidt, Designer

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Der Designer Peter Schmidt

Ein spannendes Interview habe ich gestern in der FTD entdecken dürfen und möchte Euch gerne heute darauf hinweisen. Für alle, die in dem Namen Peter Schmidt im Grunde nur ein Synonym des durchschnittlich deutschen Namens erkennen können, ein paar Informationen zu einem der bedeutensten Designer unserer Zeit, bevor der Link zum Interview mit Bianca Lang, ihres Zeichens Redakteurin bei der FTD, folgt.

Peter Schmidt kam 1939 in Bayreuth zur Welt und studierte an der Werkkunstschule in Kassel. Seine erste ernstzunehmende Anstellung war als Creative Director für Verclas + Böltz in Hamburg. Im Jahr 1972 gründete er gemeinsam mit Waltraud Bethge die Peter Schmidt Studios, die er selbst über 30 Jahre leitete. Im Jahr 2006 verkaufte er diese vollständig an BBDO, welche seitdem unter dem Namen Peter Schmidt Group firmieren.

Nationale und internationale Aufträge führten ihn dabei zu Firmen wie Juchheim in Japan, Estée Lauder in New York, Coty, Procter & Gamble, Jafra in Los Angeles, Grohe und Apollinaris. Er zeichnete zudem verantwortlich für das Corporate Design vieler renommierter Institutionen, beispielsweise für die Hamburgische Staatsoper, die Berliner Charité, die Bundeswehr und die Stadt Hamburg. Daneben entwarf Peter Schmidt auch vielbeachtete Parfum-Flakons für Jil Sander, Hugo Boss, Joop!, Davidoff, Laura Biagotti und Mäurer & Wirtz. Für die Porzellan-Firma Arzberg entwarf er die preisgekrönte Form »2006 Peter Schmidt«. Und auch Urheber von Logos der Stadt Hamburg mit blauer Welle und geöffnetem Tor ist Peter Schmidt.

Und man sollte auch bei Produkten, die nicht aus einer Manufaktur stammen, die Mühen ihrer Entstehung kennen. Selbst bei einer Tasse von Arzberg achten die Mitarbeiter darauf, dass die Winkel stimmen, die Linien harmonisch sind. Es ist wichtig, die Dinge mit Liebe und Respekt zu behandeln. Man nimmt der Erde ja ein Stück weg. Das müssen wir den Menschen wieder beibringen, weil sonst die Gedankenlosigkeit dominiert. In uns sitzt eine sinnlose Lust an der Zerstörung – der muss ich etwas entgegensetzen. – Peter Schmidt im Interview

In den 90er Jahren wandte Peter Schmidt dem Theater zu. Für John Neumeier war er verantwortlich für die Bühnenbilder der Ballette »Zwischenräume« zur Neunten Sinfonie von Gustav Mahler (1994), »Tod in Venedig« (2003) und das »Parzival«-Projekt (2007). Für das Ernst Deutsch Theater Hamburg ist Peter Schmidt nicht nur Gesellschafter, sondern auch Vorsitzender des Beirats und entwirft dort kontinuierlich Bühnenbilder und Kostüme. In neuerer Zeit hat er das Spektrum seiner kreativen Tätigkeit um den Bereich der Innenarchitektur erweitert und u. a. die Foyers der Hamburgischen Staatsoper und Restaurants in Japan neu gestaltet.

Vom Hamburger Senat wurde ihm 2006 der Ehrentitel »Professor« verliehen. Peter Schmidt ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande sowie der Silbernen Ehrenmedaille der Stadt Bayreuth. Er erhielt zudem den Herman Schneider Preis der Stadt Hamburg. Im Oktober 2007 wurde Peter Schmidt mit dem »Rolf-Mares-Preis der Hamburger Theater« für die Ausstattung des Theaterstücks »Nathan der Weise« am Ernst Deutsch Theater ausgezeichnet.

Zusammenfassend kann mal sagen, dass Peter Schmidt mit all diesen Faktoren als einer der erfolgreichsten und omnipotentesten Designer unserer Zeit angesehen werden kann. Peter Schmidt liebt die Perfektion. Vielleicht ist eben gerade dieser Aspekt seiner Arbeit auch Grund für den Erfolg. Ich bewundere ihn für seine nervenstarke Gelassenheit und die daraus resultierende Kraft, selbst in Dieter Bohlen einen guten Menschen zu sehen.

Das ganze Interview mit Bianca Lang
pschmidt.net


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Datum: 2. November 2009, 11:25 Uhr
Autor: Florian Hirschmann
Themen: Designer, Grafiker, Illustratoren
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