Gewinner des Designpreises der BRD 2010

Am 20. und 21. August 2009 traf die Jury zur Beratung über die Vergabe des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland 2010 (Design Bote vom 5. Mai 2009) zusammen. Aus über 1.200 nominierten Einreichungen wurden in der Kategorie Produktdesign 5 Gold- und 18 Silbergewinner gewählt. Im Bereich Kommunikationsdesign wurden 5 goldene und 17 silberne Auszeichnungen vergeben.
Die 10 Gold-Gewinner möchten wir hier kurz vorstellen:
Menschenrechte und Kinder Unvollständig
Ein Denkanstoß zum Internationalen Menschenrechtsforum in Luzern zum Thema “Menschenrechte und Kinder”, 2007, dem Jahr der Kinderrechte. Das Plakat kommuniziert in der universell verständlichen Sprache der Piktogramme. Die sanfte Manipulation an den Figuren eröffnet eine vielschichtige Interpretation der Botschaft. Die durch das Motiv angeregten Diskussionen beweisen die Vielfältigkeit und Aktualität des Themas. “Das Plakat soll Kindern eine Stimme verleihen!”
Malabar
Design: Linotype GmbH: Dan Reynolds
Es handelt sich um eine Multi-Script-Schrift für längere Textpassagen. Die Gestaltung der Malabar ist auf den Einsatz in modernen indischen Tageszeitungen zugeschnitten. Für jede Publikation ist die Schriftart ein Schlüsselelement des eigenen Markenauftritts. Das Erscheinungsbild, die Robustheit und die Sprachauswahl sind dabei wichtige Faktoren für ein Medium. Bei einer Schriftfamilie, in der sowohl Devanagari als auch lateinischen Zeichen zum Einsatz kommen, müssen die zwei Schriftsysteme nahtlos zusammenarbeiten. Sie müssen zugleich aber auch alleine funktionieren.
Audi A5 Coupé
Design: AUDI AG: Stefan Sielaff
Der A5 ist ein klares Design-Statement für Sportlichkeit und Eleganz. Zugleich bietet es ein Fahrerlebnis von überragender Dynamik und hohem Langstreckenkomfort. Der Audi A5 verbindet souveräne Fahrkultur mit markentypischer Qualität. Kraftvolle Motoren, ein dynamisches Fahrwerk und Ausstattungsfeatures aus der Oberklasse machen den Zweitürer zu einem hochmodernen Gran Turismo.
bulthaup b2 Kitchen Workshop
Design: EOOS: Martin Bergmann, Gernot Bohmann, Harald Gründl
Die Idee, Arbeitsfläche, Koch- und Wasserstelle in einem formal und funktional einzigartigen Element zu konzentrieren, wurde mit bulthaup b2 weiterentwickelt und durch Küchenwerkschränke ergänzt. Damit entstand die komprimierteste Kücheneinrichtung unserer Zeit, denn in diesen Werkschränken ist alles Wesentliche an Küchenwerkzeugen und -geräten untergebracht.
Autarkes Induktionskochfeld TT 4490 N
Design: Constructa-Neff Vertriebs-GmbH: Gerhard Nüssler, Thomas Knöller sowie Produktdesign Tesseraux + Partner
Die 90cm breite, fein facettierte Glaskeramikplatte mit den dezent grafisch angedeuteten Kochzonen liegt hochpräzise auf einem extrem flachen Edelstahl-Zierrahmen. Das sieht nicht nur gut aus, sondern lässt sich besonders einfach pflegen. Bemerkenswert ergonomisch: Der abnehmbare TwistPad, ein unten leicht abgerundeter magnetischer Bedienknopf. Bei leichter Neigung wird die ausgewählte Kochzone aktiviert, ein kleiner Dreh bringt exakt die gewünschte Einstellung. Intuitiv verständlich – und gleichzeitig eine intelligente Kindersicherung: Wird der TwistPad abgenommen, sind im Nu sämtliche Kochzonen ausgeschaltet.
Pink
Design: Brad Pitt sowie Graft Gesellschaft von Architekten mbH
Als Auftaktveranstaltung seiner non-profit Organisation “Make It Right” entwarf Brad Pitt das Pink Project und realisierte es in Zusammenarbeit mit Graft. Diese rein privatbürgerliche Hilfsinitiative engagiert sich für den Wiederaufbau von Wohnraum in New Orleans, der durch Hurrikan Katrina und der daraus resultierenden Flutkatastrophe zerstört wurde. Als virtuelle Stadt der Hoffnung, ein Hybrid aus Kunst, Architektur, Film, und Medien, regte das Pink Project durch die Medienwirksamkeit das Spendeninteresse auf lokaler und globaler Ebene an.
Kinetische Skulptur
Design: ART+COM: Prof. Joachim Sauter, Patrick Kochlik, Petra Trefzger, Susanne Träger, Jussi Ängeslevä
Die “Kinetische Skulptur” im BMW Museum in München übersetzt den Designprozess eines Fahrzeuges metaphorisch in den Raum. Aus dem Zusammenspiel mechanischer und elektronischer Komponenten ist ein dynamisches Kunstwerk entstanden, das einem Museum der Mobilität im wörtlichen Sinne entspricht. Individuell per Computer über Mikromotoren gesteuert, bewegen sich 714 an feinen Stahlseilen hängende Kugeln scheinbar frei schwebend.
berge
Design: Nils Holger Moormann GmbH
berge ist Name und war Thema für den Umbau eines denkmalgeschützten Hauses zu einem Gästehaus. Gemäß einer traditionellen Herberge, war es Ziel eine klare und einfache Umgebung zu schaffen und dem Haus seine ursprüngliche Würde und Kraft wiederzugeben. In berge wurde mit natürlichen Materialien gebaut: Lehmbauplatten, Hanfdämmstoff oder unbehandeltes Holz kamen zum Einsatz – sowohl beim Boden aus Bergfichte, als auch bei den eigens entwickelten Möbeln und Einbauten. Die Arbeit mit Materialien in Ihrer rohen, unbehandelten Form ist prägend für die Innenarchitektur.
Stripes Carpet Collection
Design: Ruckstuhl AG: Jutta Bernhard, Sabine Richli, Christian Anderegg, Karsten Fey
In sorgfältiger Konfektionsarbeit werden verschiedene Teppichqualitäten kombiniert, was neue Dessins und Gestaltungsperspektiven eröffnet. Gemeinsam sind allen Kreationen die unterschiedlich breiten Streifendessins. So werden Teppiche mit unterschiedlichen Oberflächen (glatt/lebhaft) oder aus unterschiedlichen Materialien (Wolle/Leinen oder Wolle/Sisal) zusammengefügt.
Shaka yacht
Design: Wally sam: Luca Bassani Antivari sowie Lazzarini Pickering Architects: Carl Pickering, Claudio Lazzarini
Die 24-Meter Yacht soll sicher und mit Komfort mit einer begrenzten Mannschaft in jeder möglicher Wetterbedingung zu segeln sein. Ein eindrucksvolles Design, das durch extrem moderne und fast sterile Oberflächen besticht, bietet bei größtmöglicher Sicherheit höchsten Komfort. Jede Kabine hat ein eigenes Badezimmer. Die Farben und Oberflächen des Innenraumes werden von hochglänzenden und polierten, weißen Flächen und blauen Planken dominiert.
Der Designpreis
Um den Designpreis können sich Unternehmen nicht bewerben, vielmehr werden sie von den Wirtschaftsministerien und -senatoren der Länder bzw. vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie nominiert.
Zudem kann ein Unternehmen nur dann am Wettbewerb teilnehmen, wenn sein Produkt bereits mit einem nationalen oder internationalen Preis ausgezeichnet wurde. Kein anderer Designpreis stellt ähnlich hohe Anforderungen an seine Teilnehmer. Daher wird der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland als »Preis der Preise« bezeichnet.
Hat Dir der Beitrag gefallen?
Dann empfehle ihn doch einfach weiter. Wir danken mit weiteren Nachrichten! :-)Folge uns doch auch via Twitter oder werde Fan von Design Bote auf Facebook.
Schlagworte: Audi A5 Coupé, Brad Pitt, Carl Pickering, Christian Anderegg, Claudio Lazzarini, Dan Reynolds, Design-Wettbewerb, Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2010, Fabienne Angehrn, Gerhard Nüssler, Gernot Bohmann, Harald Gründl, Jussi Ängeslevä, Jutta Bernhard, Karsten Fey, Malabar, Martin Bergmann, Menschenrechte und Kinder, Menschenrechte und Kinder Unvollständig, Nils Holger Moormann, Patrick Kochlik, Petra Trefzger, Preis der Preise, Prof. Joachim Sauter, Sabine Richli, Stefan Sielaff, Susanne Träger, Thomas Knöller



























Neuer Beitrag: »Gewinner des Designpreises der BRD 2010« http://bit.ly/2YQQCX
Das Plakat von Fabienne Angehrn ist klasse und hat den Preis sicherlich verdient! So simpel und doch extrem ausdrucksstark. Endlich mal nicht einfach nur ein hungerndes Kund oder ein fettleibigen Manager darzustellen ist ebenso einfühlsam wie respektvoll.