universal design – Die Weimarer Erklärung

Mit zwölf Thesen, der sogenannten Weimarer Erklärung, ging die erste nationale Expertenkonferenz für universal design am 14. November in Weimar zu Ende. In fünf Workshops diskutierten die 85 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, aus Designunternehmen und Non-Profit-Organisationen branchenübergreifend das Thema universal design vom 12. bis 14. November an der Bauhaus Universität Weimar. Zwölf Thesen fassen die Ergebnisse der Konferenz zusammen und beschreiben die Herausforderungen für Politik, Wirtschaft, Dienstleister, Architekten und Designer an den demographischen Wandel in Deutschland und in anderen Industrienationen weltweit:
- universal design rückt den Menschen in das Zentrum.
- universal design ist nicht nur ein Designthema.
- universal design ist eine interdisziplinäre Aufgabe.
- universal design öffnet sich allen Nutzerinnen und Nutzern.
- universal design schafft Service-Systeme.
- universal design ist ein Prozess, keine Norm.
- universal design schafft soziale Inklusion.
- universal design stellt sich Zukunftsfragen.
- universal design ist Haltung und Verantwortung.
- universal design muss früh und kontinuierlich in der Bildung verankert werden.
- uinversal design hat die Aufgabe, Politik und Wirtschaft aufzuklären.
- universal design sichert und fördert wirtschaftliches Wachstum.
Für Thomas Bade (53), Geschäftsfürer des universal design e.V. in Hannover ist es mit der Weimarer Erklärung zum ersten Mal gelungen, eine gemeinsame branchenübergreifende Grundlage für eine universal design Strategie zu entwickeln. Damit kann, so Bade weiter, das Thema universal design in Zukunft weiter vernetzt und sachorientiert bearbeitet werden. Für Bade sind die zwölf Thesen Aufgabe und Road Map zugleich. Prof. Wolfgang Sattler (Bauhaus Universität Weimar) fordert dringend, dass nutzerorientierte Lösungen für den veränderten demographischen Wandel gefunden werden.
Deutschland könne in diesem Prozess, so Prof. Sattler weiter, schon jetzt auf die Auseinandersetzung unterschiedlicher Gruppen zur Definition des universal design zurückgreifen. Um die Ziele des universal design zu erreichen, braucht es neben den Entwürfen von Architekten und Designern, innovativen Produkten und Dienstleistungen soziale Kompetenz gepaart mit nachhaltiger Verantwortung.
Nur wer der gesellschaftlichen Entwicklung mit einer ganzheitlichen Denkweise begegnet, wird auch wirtschaftlich erfolgreich sein, stellten Prof. Sattler und Thomas Bade abschließend fest. Zukünftig soll mit Kommunikation in die politische Bundes- und Landesebene und auf internationalen und nationalen Dialogveranstaltungen über die noch schlummernden Chancen für Deutschland in der globalen Sozial- und Wirtschaftswelt des universal design informiert werden.
Entwickelt und realisiert wurde die erste nationale universal design Expertenkonferenz vom universal design e.V. aus Hannover und dem Bauhaus.TransferzentrumDESIGN aus Gelmeroda. Wissenschaftlich begleitet wurde sie von Prof. Wolfgang Sattler (Bauhaus Universität Weimar, Gründungsmitglied des universal design e.V.).
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Schlagworte: Prof. Wolfgang Sattler, Thomas Bade, universal design, universal design e.V., Weimarer Erklärung
























»universal design – Die Weimarer Erklärung« http://bit.ly/5pxnX2 Mit zwölf Thesen, der sogenann…
sehr schön. ich muss gestehen, dass ich das thema universal design schon immer interessant und wichtig fand, weils eben – wie oben aufgezeigt – einen enormen demografischen wandel gibt und sich dementsprechend die kaufkräftigen zielgruppen verschieben.
universal design ist zudem das lieblingsgebiet meines profs und von daher wurden seit dem ersten projekt bei ihm die “silver-generation” und “best-ager” besonders unter die lupe genommen und die produkte so ausgerichtet, dass sie von jung und alt gekauft bzw. bedient werden können.
ich danke für den obenstehenden beitrag, da daraus sehr schön hervorgeht, dass universal design nicht nur ein thema der gestaltung ist.
gruß
chriseman